Aktuelles

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Veranstaltungen 2021

 

22.4.2021, 19:30 Uhr, großer Sitzungssaal LRA WUN. Das Jenaexperiment. Vortrag mit Professor Nico Eisenhauer, Universität Leipzig. In Kooperation mit dem Fichtelgebirgsverein, dem Naturpark Fichtelgebirge und dem Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege. Anmeldung unter: veranstaltung@naturpark-fichtelgebirge.org erforderlich. ONLINE. Zugangsdaten erhalten Sie bei der Anmeldung!

29.5.2021, 14:00-16:00 Uhr: Schafe und Ziegen als Landschaftspfleger: Ein Beitrag zur Artenvielfalt. Exkursion mit der Schäferin Christa Frank und Udo Benker-Wienands. Anmeldung bis 26.05. unter: Susanne.Bosch@oekoburg.de erforderlich. Teilnehmergebühr: 5 €. Treffpunkt: Schäferei Frank, Kirchberg 3., 95706 Schirnding

5.6.2021, 14:00-16:00 Uhr: Kräuterwanderung mit Dr. Kristina Schröter. Treffpunkt Geschäftsstelle Schulstr.2. Anmeldung bis 01.06. unter: Susanne.Bosch@oekoburg.de erforderlich. Teilnehmer max. 25, Teilnehmergebühr 5€.

12.6.2021, 14:00-16:00 Uhr, Wiesenfestplatz Hohenberg/Eger. Schnitzkurs für Kinder mit Udo Benker-Wienands. Anmeldung bis 09.06. unter: Susanne.Bosch@oekoburg.de erforderlich. Teilnehmer max. 8 Kinder von 8-12 Jahren. Teilnehmergebühr 10 €

 20.6.2021, 14:00-16:00 Uhr: Literarischer Spaziergang für Kinder mit Peter Kampschulte. Treffpunkt: Wanderparkplatz Epprechtstein

27.6.2021, 14:00-16:00 Uhr: Literarischer Spaziergang für Erwachsene mit Peter Kampschulte. Treffpunkt: Wanderparkplatz Epprechtstein

17.7.2021, 14:00-17:00 Uhr: Sensenkurs mit Udo Benker-Wienands. Anmeldung bis 14.07. unter: Susanne.Bosch@oekoburg.de erforderlich. Teilnehmergebühr 20 €. Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekanntgegeben

25.9.2021, 14:00-16:00: Artenreichtum in Altgrasbeständen.   Exkursion mit Udo Benker-Wienands. Anmeldung bis 22.09. unter: Susanne.Bosch@oekoburg.de erforderlich. Teilnehmergebühr 5 €. Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekanntgegeben

10.10.2021, 14:00-16:00 Uhr: Deutsch-tschechischer Literarischer Spaziergang. In Kooperation mit „Kulturstadt Bayern-Böhmen Wunsiedel 2021“

23.10.2021, 14:00-16:00 Uhr: Artenreichtum in Altgrasbeständen. Exkursion mit Udo Benker-Wienands. Anmeldung bis 20.10. unter: Susanne.Bosch@oekoburg.de erforderlich .Teilnehmergebühr 5 €. Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekanntgegeben

 

Veranstaltungen 2021

Nachhaltigkeitstipps

CO2-Spartipps – leicht gemacht! hier geht`s zum Download:

ÖBIs kleiner Nachhaltigkeitstipp für die kalte Jahreszeit:

Sie können bis zu 255 kg CO2 im Jahr vermeiden, wenn Sie die Raumtemperatur in Ihrer Wohnung um nur 1 Grad senken!

Daher: Holen Sie die Kuschelsocken und den Kuschelpulli aus dem Schrank und machen Sie es sich auf dem Sofa gemütlich!

Zusatzinfo: Kleidung aus Wolle ist nicht nur schön warm und atmungsaktiv, sondern auch umweltfreundlich und nachhaltig. Kleidung aus Mikrofaser hinterlässt bei jedem Waschgang in der Waschmaschine bis zu 1.000 Mikroplastikpartikel im Abwasser, welche in die Flüsse und letzlich ins Meer gelangen!

ÖBIs Nachhaltigkeitstipps fürs Badezimmer

Im Badezimmer findet sich ganz schön viel Plastik. Dabei geht es ganz einfach und ohne Einschränkungen teilweise auch ohne Plastik! Hier ein paar Tipps:

  • ein festes Seifenstück statt Flüssigseife
  • feste Seife statt Duschgel
  • Haarseife statt Shampoo
  • Zahnputzbecher aus Porzellan oder Glas
  • Zahnbürste aus Bambus oder Holz
  • Zahnpulver statt Zahnpasta
  • Zahnseide aus echter Seide mit Bienenwachs im Glasspender
  • Mundspülung aus Glas- statt Plastikflasche
  • Lippenbalsam aus dem Gläschen oder Metalldöschen
  • Gesichtscreme aus der Blechdose
  • Körperöl aus der Glasflasche
  • Deo in Glas oder Metallverpackung
  • Selbstgemachtes Haargel aus Leinsamen
  • Kamm und Bürste aus Bambus oder Holz
  • Generell: Naturkosmetik, da diese kein Mikroplastik enthält

Ganz einfach lässt sich Naturkosmetik auch selber herstellen. Es gibt dazu unzählige Rezepte im Internet!

Wer nicht auf in Plastik verpackte Produkte verzichten mag sollte zumindest darauf achten, dass die Verpackung aus recyceltem Material hergestellt ist. Aber es gilt: Müllvermeidung ist am allerbesten!

Hygienepapier aus Frischholz ist unsinnig. Die Bäume werden für die Sauerstoffproduktion gebracht! Deshalb bitte:

  • Recyclingtoilettenpapier
  • Recyclingpapiertaschentücher aus der Box statt in Plastikverpackung

Baumporträts

Kastanie

Die Kastanie (Aesculus hippocastanum), auch Rosskastanie genannt ist wohl einer der bekanntesten Bäume. Wer hat nicht schon mal die braun glänzenden Früchte, die sich in stacheligen Hüllen befinden gesammelt und Kastanienmännchen und -tierchen daraus gebastelt. Die Kastanie ist ein imposanter Baum. Ursprünglich nicht in Mitteleuropa beheimatet, aber seit Ende des 16. Jahrhunderts eingebürgert. Kastanienbäume sind typisch für Biergärten und das nicht ohne Grund. Sie spenden nicht nur den Besuchern in heißen Sommern wohltuenden Schatten, sondern waren ursprünglich zur Beschattung der unterirdischen Bierkeller gedacht, in Zeiten, als noch Eisblöcke zur Kühlung des Bieres dienten.

Erkennungsmerkmale: Neben den typischen Früchten, die jedes Kind kennt ist die Kastanie auch gut an den großen fingerförmig gefiederten Blättern zu erkennen. Auch die großen Blütenstände, die Nahrung für Bienen und Hummeln bieten, sind sehr beeindruckend. Die großen braunen und klebrigen Knospen sind ein weiteres Erkennungsmerkmal. Sie beherbergen die zarten Blätter und Blüten, die im Frühling austreiben. Der Klebstoff schützt sie vor Fressfeinden.

Verwendung: Die Früchte der Kastanie sind eine schöne herbstliche Dekoration. Jäger verfüttern Sie an das Wild. Der hohe Saponingehalt prädestiniert die Kastanie als Waschmittel (regionale Alternative zu den weithergereisten indischen Waschnüssen). Rosskastaniensalbe stärkt die Gefäße und hilft deshalb bei Venenleiden.

Forscherauftrag für Kinder: Schaut Euch doch mal mit einer Lupe einen Kastanienzweig näher an. Könnt Ihr etwas entdecken, was auf den Name Rosskastanie hinweist? Die großen Blattnarben an den Zweigen (die Stelle, wo im Vorjahr das Blatt war) sehen aus wie Hufeisen von Pferden!

Aus Kastanien und Ebereschen lassen sich schöne Sachen basteln!

Eine ehrwürdige Kastanie steht in Hohenberg/Eger am Ende des Langen Weges.

Nicht verwechseln sollte man die Rosskastanie mit der Edelkastanie (Castanea sativa). Dieser Baum mit den essbaren Früchten, den Maronen, gehört zu den Buchengewächsen. Er stammt aus dem Mittelmeerraum und ist als klimaresistente Baumart zur Aufforstung der Wälder in Zeiten des voranschreitenden Klimawandels geeignet.

Eberesche

Die Eberesche (Sorbus aucuparia), die im Volksmund besser als Vogelbeere bekannt ist, wird auch als der Charakterbaum des Fichtelgebirges bezeichnet.

Erkennungsmerkmale: Die gefiederten Blätter erinnern an die Blätter der Esche. Die cremefarbenen Blüten stehen in Rispen und riechen unangenehm. Im Herbst leuchten die Früchte orangerot.

Verwendung: Die Beeren dienen Vögeln, vor allem Amseln und Drosseln als Nahrung. Sie werden aber gerne von Säugetieren wie dem Siebenschläfer gefressen. Für den Menschen sind Vogelbeeren im rohen Zustand ungenießbar. Es empfiehlt sich diese erst nach dem Frost zu ernten und zu kochen. Es gibt auch Sorten ohne Bitterstoffen (z.B. Sorbus aucuparia var. edulis), die man im eigenen Garten anpflanzen kann. Durch ihren hohen Vitamin C – Gehalt sind Saft oder Marmelade gesunde Wildfruchtköstlichkeiten. Vogelbeeren sind auch ein wichtiger Bestandteil von Kräuterlikören und Magenbittern. So wurden im Landkreis Wunsiedel für den Magenbitter Sechsämtertropfen von 1974 bis 1996 jährlich zwischen 10 und 20 Tonnen Vogelbeeren gesammelt.

Forscherauftrag für Kinder: Sammelt im Herbst die orangeroten Beeren der Eberesche. Aus ihnen lassen sich wunderschöne Kette basteln. Dazu fädelst Du die Beeren mit einer Nadel auf einen Faden auf und schon ist die Kette fertig!

Eine Ebereschenallee findet man am Ende des langen Weges in Hohenberg/Eger.

Die Eberesche ist eine anspruchslose Pionierbaumart.

Buche

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) war ursprünglich die bestandsbildende Baumart in Mitteleuropa. Abholzungen im Mittelalter durch erhöhten Holzbedarf, z.B. für den Bergbau, führten zu einem starken Rückgang. Die Wiederaufforstung geschah mit der schneller wachsenden Buche. Besonders erwähnenswert ist die Leistung der Buche für uns Menschen:  Eine 100.-jährige Buche speichert 100 kg Feinstaub pro Jahr, speichert ca. 1 Tonne Kohlendioxid und produziert pro Stunde 1,7 kg Sauerstoff, der 50 Menschen für eine Stunde zum Atmen dient!

Erkennungsmerkmale: Buchen erkennt man an der grauen und glatten Baumrinde und an den ovalen Blättern

Verwendung: Die Früchte der Buche, die Bucheckern sind dreikantige Nüsschen, die in einer stacheligen Hülle stecken. Diese dienen verschiedenen Tieren wie Eichhörnchen, Buchfinken, Eichelhäher und Mäusen als Nahrung. In Notzeiten wurde aus Bucheckern Öl gepresst. Aus Buchenasche stellte man Lauge zum Wäschewaschen her. Die frisch ausgetrieben jungen Blätter kann man in den Salat mischen oder auf einem Butterbrot essen.

Buchenkeimlinge schauen aus wie “Elefantenohren”

Forscherauftrag für Kinder: Geht doch mal auf Entdeckungsreise im Wald. Dort könnt Ihr winzig kleine „Elefantenohren“ entdecken, die Buchenkeimlinge.

Einen schönen alten Buchenbestand kann man bei einer Wanderung am Hengstberg erleben.

Leider haben die vergangenen trockenen Sommer der Buche in unseren Wäldern sehr zu schaffen gemacht.

Eiche

Alte Eichen sind sehr imposante Gestalten. Man kann förmlich spüren, was sie schon alles erlebt haben. So ist es nicht selten, dass eine Eiche mehrere Hundert Jahre, ja sogar über 1000 Jahre alt werden kann. Die Gattung Eiche (Quercus) umfasst mehrere Arten. In unseren Breitengraden einheimisch ist die Stieleiche (Quercus robur) und die Traubeneiche (Quercus petraea). In der Forstwirtschaft wird häufig die aus Amerika stammende Roteiche (Quercus rubra) angebaut.

Erkennungsmerkmale: Typisch für die Eiche sind die gebuchteten Blätter und eine stark gefurchte Borke. Die typischen Eichelfrüchte tragen ein Hütchen.

Verwendung: Eichenholz ist gerbstoffreich und wird deshalb zur Herstellung von Wein- und Whiskyfässern verwendet. Eichenholz ist ein verwitterungsbeständiges und stabiles Bauholz.

Die Eichelfrüchte dienten im Mittelalter zur Schweinemast (Waldweide). Sie sind ein begehrtes Futter für Eichhörnchen und Eichelhäher, die die Eiche in Ihrem Namen tragen. Gleichzeitig dient deren Vorratshaltung zur Naturverjüngung im Wald bei. In Notzeiten dienten die Eicheln zur Herstellung von Kaffeeersatz und Mehl. Eichenrinde ist ein natürliches und ungiftiges Mittel zum Gerben von Leder.

Forscherauftrag für Kinder: Geht doch mal auf Entdeckungsreise an Eichenblättern: Dort könnt Ihr seltsame Kugeln, die Eichengallen finden. Aus ihnen kann man Tinte herstellen.

Die Friedenseiche in Hohenberg an der Abzweigung nach Fischern ist eine ehrfürchtige Erscheinung, die bereits Jahrhunderte überdauert und erlebt hat.

Durch ihre tiefreichende Pfahlwurzel erreicht die Eiche in trockenen Sommern tieferliegende Bodenschichten und somit gut an den Klimawandel angepasst.