Aktuelles

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ÖFFENTLICHE VERANSTALTUNGEN 2022

Veranstaltungsreihe zu 50 Jahre Grenzen des Wachstums“

05.05.2022: Professor Matthias Glaubrecht, Centrum für Naturkunde – CeNak – Center of Natural History, Hamburg, Autor des Buches „Das Ende der Evolution“. 19 Uhr LRA Wunsiedel, Gr. Sitzungssaal, Kooperationsveranstaltung mit dem Naturpark Fichtelgebirge. Anmeldungen unter: veranstaltung@naturpark-fichtelgebirge.org

Das Buch ist derzeit das Standartwerk in der Evolutionsforschung. Es liefert die Diskussionsgrundlage für dringend notwendige Maßnahmen zur Bewahrung der Biodiversität. Die aktuelle Aussterberate von Tier- und Pflanzenarten ist die höchste in der Erdgeschichte. Das ökologische Netz wird bei einem „Weiter so“ an seine Grenzen stoßen.

20.10.2022: Dr. Andreas Huber, Helmholtz-Institut Kiel, Geschäftsführer von Club of Rome „50 Jahre Grenzen des Wachstums“, 19 Uhr LRA Wunsiedel, Gr. Sitzungssaal, Kooperationsveranstaltung mit dem Naturpark Fichtelgebirge. Anmeldungen unter: veranstaltung@naturpark-fichtelgebirge.org

Das Buch ist derzeit das Standartwerk in der Evolutionsforschung. Es liefert die Diskussionsgrundlage für dringend notwendige Maßnahmen zur Bewahrung der Biodiversität. Die aktuelle Aussterberate von Tier- und Pflanzenarten ist die höchste in der Erdgeschichte. Das ökologische Netz wird bei einem „Weiter so“ an seine Grenzen stoßen.

Vortragsreihe in der Stadtbücherei Hof

Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Förderverein „Freunde der Stadtbibliothek“ statt.

Veranstaltungsort: Stadtbücherei Hof, Beginn je 19:30 Uhr, Eintritt frei

03.03 2022: Markus Ruckdeschel, Energieagentur Bordbayern GmbH, Energiepreise auf Rekordkurs – Wer ist schuld und was kann ich dagegen tun?

10.03 2022: Franziska Riegert, Regensburg, Diplomforstwirtin; Moorbeauftragte der Bayerischen Staatsforsten für Bayern

Moore hatten einen wesentlichen Flächenanteil in unseren Landschaften. In Hochfranken waren sie oft landschaftsprägend. So beschrieb Goethe auf einer seiner Reisen die überwältigenden Sonnentaubestände des Fichtelsee-Moors. Durch Trockenlegungen und Nutzungen zum Beispiel zur Energiegewinnung oder aus medizinischen Zwecken haben sie aber in den vergangenen Jahrhunderten ihre wichtige Rolle im Naturhaushalt in großen Bereichen verloren. Dabei sind sie ein Refugium für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die heute größtenteils nur noch in den so genannten Roten Listen zu finden sind. Andererseits sind sie äußerst effektive CO2-Speicher, die dem Klimawandel entgegenwirken könnten.

24.03.2022: Dr. Klaus Schwinn, Bodenkundler und Wissenschaftsjournalist „Der Boden lebt“

Das Leben in Boden, vorrangig in der dünnen belebten Humusschicht ist die Grundlagen allen Lebens auf dem blauen Planeten. Humus ist außerdem ein hervorragender CO2 Speicher. Die Notwendigkeit sich mit dem Leben im Boden und dem Erhalt seiner Vitalität auseinander zu setzen ist überlebenswichtig.

 31.03. 2022: Dr. Martin Mörtl, Dipl.- Biologe, Wasserwirtschaftsamt Hof: Auswirkungen des Klimawandels auf die Gewässer in Hochfranken

 

ÖBI ON TOUR

 12.03. 2022, 9-16 Uhr: Mit Verstand Obstbäume und Sträucher schneiden

Das Wissen um den richtigen Schnitt an Baum, Strauch und Hecke gehört zum kleinen Einmaleins jedes Gärtners. In Kooperation mit der Ökologischen Bildungsstätte Burg Hohenberg veranstaltet das Volkskundliche Gerätemuseum deshalb wieder einen Obstbaumschnittkurs. In dem Kurs werden die Grundlagen des naturnahen Schnittes von Obstbäumen und Sträuchern im Hausgarten anschaulich vermittelt. Ob Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt oder Erhaltungsschnitt: Tipps rund um den gelungenen Gehölzschnitt gibt ihnen fach- und sachkundig dazu Christian Kreipe. Die Inhalte werden gemeinsam erarbeitet und im Freien in der Praxis geübt. Bitte wetterfeste und warme Kleidung und eventuell eigenes Werkzeug mitbringen.

Der Kurs findet von 9:00 – 16:00 Uhr im Gerätemuseum Bergnersreuth statt und ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Im Falle einer angespannten Corona-Lage besteht die Möglichkeit, dass der theoretische Kursteil online über Zoom erfolgt. Für den Kurs wird ein Unkostenbeitrag von 10 Euro erhoben. Vorherige Anmeldung ist dringend erforderlich, da die Plätze begrenzt sind. Anmeldung unter: 09232 -2032

  

24.02.22, ab 19 Uhr: Das Jena-Experiment

Vortrag von Dr. Anne Ebeling, Uni Jena

Ort: Hybridveranstaltung – Großer Saal Landratsamt Wunsiedel und online

Das Jena-Experiment ist ein groß angelegtes Forschungsprojekt mit dem Ziel Zusammenhänge auf Grünflächen zwischen Pflanzendiversität und Ökosystemprozessen besser zu verstehen. In genau definierten Parzellen werden Wachstumsbedingungen in der freien Landschaft breit variiert, um zu dokumentieren, wie Naturfaktoren und menschliche Einflussnahmen sich auf Populationen von Pflanze und Tieren mit Schwerpunkt des Insektenbestandes auswirken. Der Vortrag bietet spannende Einblicke von den Machern des Jena-Experiment und liefert für alle, die weiter interessiert sind einen Einstieg in die Tagesexkursion am 19.05.

Eine Veranstaltung der ÖBI Hohenberg in Kooperation mit dem Naturpark Fichtelgebirge und dem Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Wunsiedel im Rahmen des Projektes InseGdA des Landkreises Wunsiedel. Anmeldungen bis zum 23.02.22 unter: veranstaltung@naturpark-fichtelgebirge.org

 

19.05.2022: Exkursion zum Jena-Experiment

Referentin: Dr. Anne Ebeling, Uni Jena

Abfahrt des Busses: 8:00 Uhr Landratsamt Wunsiedel, Rückkehr gegen 18:00 Uhr

Anmeldungen unter: veranstaltung@naturpark-fichtelgebirge.org 

 

Spaziergänge

 25.06.2022, 14-16:00 Uhr: Literarischer Spaziergang für Kinder mit Peter Kampschulte, Theater Hof

Naturgedichte und spannende Geschichten neuerer Autoren

Treffpunkt: Kornberg, Vorsuchhütte

 

10.07.2022, 14:00-16:00 Uhr: Literarischer Spaziergang für Erwachsene

Sagen und Waldgedichte aus der deutschen Literatur mit Peter Kampschulte, Theater Hof

Treffpunkt: Kornberg, Vorsuchhütte

 

09.10.2022, 14:00-16:00 Uhr: Auf den Spuren des „Weißen Goldes“

Wanderung und geologische-botanische Entdeckungsreise zum Hutschenreuther-Denkmal mit Informationen zum Kaolin, dem Grundstoff des Porzellans. Treffpunkt: Steinhaus

 

Sensenkurse

Die Kurse finden in Kooperation mit dem Projekt InseGdA des Landkreises Wunsiedel statt.

Eine späte Mahd fördert die Biodiversität der Wiese. Es können mehr Pflanzenarten wachsen und Insekten kommt dieser Blütenreichtum zu Gute. Sie Erlernen bei unserem Kurs die Kunst des Sensens und Dengelns und erhalten wichtige Informationen zum Artenschutz im Ökosystem Wiese.

 16.07. 2022, 14:00-16:00 Uhr

24.09. 2022, 14:00-16:00 Uhr

Ort wird noch bekannt gegeben.

Anmeldung erforderlich undter 09233 716055 oder Susanne.Bosch@oekoburg.de

 


WALDBADEN

Abschalten und den Wald mit allen Sinnen erleben

Zusammen mit der WfbM Marktredwitz führt die Umweltstation ÖBI Hohenberg Projekttage zum Thema „Waldbaden“ durch. Das Projekt wird dankenswerterweise von der Bürgerstiftung Kerscher aus Nürnberg finanziert.

Coronakonform gehen die TeilnehmerInnen in Kleingruppen im Wald „baden“. Dies ist eine willkommene Abwechslung zur Arbeit und zum Stress in der WfbM.

In nur kurzer Entfernung zur WfbM befindet sich im Stadtwald von Marktredwitz ein geeignetes Waldstück, welches im Zugang auch weitgehend barrierefrei ist.

Als erstes kommen die „Waldbadenden“ im Wald an, erden sich, schließen die Augen und spüren den Wald mit allen Sinnen. Erste Aufgabe ist es, fünf Geräusche zu hören. Kommen diese aus der Natur oder aus der Zivilisation? Als nächstes erleben die TeilnehmerInnen in einer kleinen Meditation den Jahreslauf eines Baumes. So zum Beispiel, wie die jungen Blätter sich im nahenden Winter in einer Knospe zurückziehen, um im kommenden Frühling wieder zu neuem Leben zu Erwachen. Natürlich darf auch jeder einen Baum umarmen.

Danach geht es ein Stück weiter- und zwar ausgerüstet mit unterschiedlichen Utensilien zum Perspektivenwechsel. Mit Spiel, Insektenaugenlupe und Pappröhre wird der Wald einmal anders erlebt.

Beim nächsten Halt erfahren die TeilnehmerInnen, wie das Wachstum eines Baumes auf wundersame Weise von Statten geht. Wie wird aus einem winzigen Baumsämling ein großer und starker Baum? Die Natur macht das ganz von selber. Neben Regenwasser, welches im Waldboden gespeichert und mit Mineralien versetzt wird produziert der Baum in seinen Blättern mit Hilfe der Sonne Traubenzucker. Ein wichtiger Nebeneffekt dieser „Photosynthese“ ist die Sauerstoffproduktion, also die gute Luft, die wir Menschen und alle Lebewesen zum Atmen und Leben brauchen! Dieses Baumwachstum wird nachgespielt, indem das Wasser und der Traubenzucker von unten nach oben bzw. von oben nach unten transportiert wird. Dabei darf auch ausnahmsweise geschlürft und geschmatzt werden!

Zum Abschluss des meditativen Walderlebnisses ist Kreativität gefragt. Baumgesichter und Mandalas aus Naturmaterialien runden den Waldtag ab.

 

Nachhaltigkeitstipps

CO2-Spartipps – leicht gemacht! hier geht`s zum Download: [wpdm_package id=’515′

ÖBIs Nachhaltigkeitstipps fürs Badezimmer

Ein guter Start in den Tag beginnt am Morgen im Badezimmer: Duschen, Zähneputzen und sich hübsch machen. Leider findet sich in den meisten Badezimmern viel zu viel Plastik. In Plastik verpackte Artikel oder Artikel, die Mikroplastik enthalten. Die ÖBI Hohenberg hat deshalb eine Nachhaltigkeitsbox zusammengestellt, in der Beispiele und Hintergrundinformationen, sowie Rezepte zum Selbermachen von Kosmetika zu finden sind. Wenn Sie mit Ihrer Familie Interesse an einem nachhaltigeren Badezimmer haben, dann können Sie sich diese Nachhaltigkeitsbox ausleihen, sich informieren, anschauen und sich selber ein Zahnpulver herstellen. Die Zutaten dazu finden Sie in der Box.

Die „Nachhaltigkeitsbox Badezimmer“ können Sie per Email unter Susanne.Bosch@oekoburg.de reservieren und bei uns in der Geschäftsstelle Schulstrasse 2, 95691 Hohenberg/Eger abholen.

Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Hier ein paar Tipps:

  • ein festes Seifenstück statt Flüssigseife
  • feste Seife statt Duschgel
  • Haarseife statt Shampoo
  • Zahnputzbecher aus Porzellan oder Glas
  • Zahnbürste aus Bambus oder Holz
  • Zahnpulver statt Zahnpasta
  • Zahnseide aus echter Seide mit Bienenwachs im Glasspender
  • Mundspülung aus Glas- statt Plastikflasche
  • Lippenbalsam aus dem Gläschen oder Metalldöschen
  • Gesichtscreme aus der Blechdose
  • Körperöl aus der Glasflasche
  • Deo in Glas oder Metallverpackung
  • Selbstgemachtes Haargel aus Leinsamen
  • Kamm und Bürste aus Bambus oder Holz
  • Generell: Naturkosmetik, da diese kein Mikroplastik enthält

Ganz einfach lässt sich Naturkosmetik auch selber herstellen. Es gibt dazu unzählige Rezepte im Internet!

Wer nicht auf in Plastik verpackte Produkte verzichten mag sollte zumindest darauf achten, dass die Verpackung aus recyceltem Material hergestellt ist. Aber es gilt: Müllvermeidung ist am allerbesten!

Hygienepapier aus Frischholz ist unsinnig. Die Bäume werden für die Sauerstoffproduktion gebracht! Deshalb bitte:

  • Recyclingtoilettenpapier
  • Recyclingpapiertaschentücher aus der Box statt in Plastikverpackung

Baumporträts

Kastanie

Die Kastanie (Aesculus hippocastanum), auch Rosskastanie genannt ist wohl einer der bekanntesten Bäume. Wer hat nicht schon mal die braun glänzenden Früchte, die sich in stacheligen Hüllen befinden gesammelt und Kastanienmännchen und -tierchen daraus gebastelt. Die Kastanie ist ein imposanter Baum. Ursprünglich nicht in Mitteleuropa beheimatet, aber seit Ende des 16. Jahrhunderts eingebürgert. Kastanienbäume sind typisch für Biergärten und das nicht ohne Grund. Sie spenden nicht nur den Besuchern in heißen Sommern wohltuenden Schatten, sondern waren ursprünglich zur Beschattung der unterirdischen Bierkeller gedacht, in Zeiten, als noch Eisblöcke zur Kühlung des Bieres dienten.

Erkennungsmerkmale: Neben den typischen Früchten, die jedes Kind kennt ist die Kastanie auch gut an den großen fingerförmig gefiederten Blättern zu erkennen. Auch die großen Blütenstände, die Nahrung für Bienen und Hummeln bieten, sind sehr beeindruckend. Die großen braunen und klebrigen Knospen sind ein weiteres Erkennungsmerkmal. Sie beherbergen die zarten Blätter und Blüten, die im Frühling austreiben. Der Klebstoff schützt sie vor Fressfeinden.

Verwendung: Die Früchte der Kastanie sind eine schöne herbstliche Dekoration. Jäger verfüttern Sie an das Wild. Der hohe Saponingehalt prädestiniert die Kastanie als Waschmittel (regionale Alternative zu den weithergereisten indischen Waschnüssen). Rosskastaniensalbe stärkt die Gefäße und hilft deshalb bei Venenleiden.

Forscherauftrag für Kinder: Schaut Euch doch mal mit einer Lupe einen Kastanienzweig näher an. Könnt Ihr etwas entdecken, was auf den Name Rosskastanie hinweist? Die großen Blattnarben an den Zweigen (die Stelle, wo im Vorjahr das Blatt war) sehen aus wie Hufeisen von Pferden!

Aus Kastanien und Ebereschen lassen sich schöne Sachen basteln!

Eine ehrwürdige Kastanie steht in Hohenberg/Eger am Ende des Langen Weges.

Nicht verwechseln sollte man die Rosskastanie mit der Edelkastanie (Castanea sativa). Dieser Baum mit den essbaren Früchten, den Maronen, gehört zu den Buchengewächsen. Er stammt aus dem Mittelmeerraum und ist als klimaresistente Baumart zur Aufforstung der Wälder in Zeiten des voranschreitenden Klimawandels geeignet.

Eberesche

Die Eberesche (Sorbus aucuparia), die im Volksmund besser als Vogelbeere bekannt ist, wird auch als der Charakterbaum des Fichtelgebirges bezeichnet.

Erkennungsmerkmale: Die gefiederten Blätter erinnern an die Blätter der Esche. Die cremefarbenen Blüten stehen in Rispen und riechen unangenehm. Im Herbst leuchten die Früchte orangerot.

Verwendung: Die Beeren dienen Vögeln, vor allem Amseln und Drosseln als Nahrung. Sie werden aber gerne von Säugetieren wie dem Siebenschläfer gefressen. Für den Menschen sind Vogelbeeren im rohen Zustand ungenießbar. Es empfiehlt sich diese erst nach dem Frost zu ernten und zu kochen. Es gibt auch Sorten ohne Bitterstoffen (z.B. Sorbus aucuparia var. edulis), die man im eigenen Garten anpflanzen kann. Durch ihren hohen Vitamin C – Gehalt sind Saft oder Marmelade gesunde Wildfruchtköstlichkeiten. Vogelbeeren sind auch ein wichtiger Bestandteil von Kräuterlikören und Magenbittern. So wurden im Landkreis Wunsiedel für den Magenbitter Sechsämtertropfen von 1974 bis 1996 jährlich zwischen 10 und 20 Tonnen Vogelbeeren gesammelt.

Forscherauftrag für Kinder: Sammelt im Herbst die orangeroten Beeren der Eberesche. Aus ihnen lassen sich wunderschöne Kette basteln. Dazu fädelst Du die Beeren mit einer Nadel auf einen Faden auf und schon ist die Kette fertig!

Eine Ebereschenallee findet man am Ende des langen Weges in Hohenberg/Eger.

Die Eberesche ist eine anspruchslose Pionierbaumart.

Buche

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) war ursprünglich die bestandsbildende Baumart in Mitteleuropa. Abholzungen im Mittelalter durch erhöhten Holzbedarf, z.B. für den Bergbau, führten zu einem starken Rückgang. Die Wiederaufforstung geschah mit der schneller wachsenden Buche. Besonders erwähnenswert ist die Leistung der Buche für uns Menschen:  Eine 100.-jährige Buche speichert 100 kg Feinstaub pro Jahr, speichert ca. 1 Tonne Kohlendioxid und produziert pro Stunde 1,7 kg Sauerstoff, der 50 Menschen für eine Stunde zum Atmen dient!

Erkennungsmerkmale: Buchen erkennt man an der grauen und glatten Baumrinde und an den ovalen Blättern

Verwendung: Die Früchte der Buche, die Bucheckern sind dreikantige Nüsschen, die in einer stacheligen Hülle stecken. Diese dienen verschiedenen Tieren wie Eichhörnchen, Buchfinken, Eichelhäher und Mäusen als Nahrung. In Notzeiten wurde aus Bucheckern Öl gepresst. Aus Buchenasche stellte man Lauge zum Wäschewaschen her. Die frisch ausgetrieben jungen Blätter kann man in den Salat mischen oder auf einem Butterbrot essen.

Buchenkeimlinge schauen aus wie „Elefantenohren“

Forscherauftrag für Kinder: Geht doch mal auf Entdeckungsreise im Wald. Dort könnt Ihr winzig kleine „Elefantenohren“ entdecken, die Buchenkeimlinge.

Einen schönen alten Buchenbestand kann man bei einer Wanderung am Hengstberg erleben.

Leider haben die vergangenen trockenen Sommer der Buche in unseren Wäldern sehr zu schaffen gemacht.

Eiche

Alte Eichen sind sehr imposante Gestalten. Man kann förmlich spüren, was sie schon alles erlebt haben. So ist es nicht selten, dass eine Eiche mehrere Hundert Jahre, ja sogar über 1000 Jahre alt werden kann. Die Gattung Eiche (Quercus) umfasst mehrere Arten. In unseren Breitengraden einheimisch ist die Stieleiche (Quercus robur) und die Traubeneiche (Quercus petraea). In der Forstwirtschaft wird häufig die aus Amerika stammende Roteiche (Quercus rubra) angebaut.

Erkennungsmerkmale: Typisch für die Eiche sind die gebuchteten Blätter und eine stark gefurchte Borke. Die typischen Eichelfrüchte tragen ein Hütchen.

Verwendung: Eichenholz ist gerbstoffreich und wird deshalb zur Herstellung von Wein- und Whiskyfässern verwendet. Eichenholz ist ein verwitterungsbeständiges und stabiles Bauholz.

Die Eichelfrüchte dienten im Mittelalter zur Schweinemast (Waldweide). Sie sind ein begehrtes Futter für Eichhörnchen und Eichelhäher, die die Eiche in Ihrem Namen tragen. Gleichzeitig dient deren Vorratshaltung zur Naturverjüngung im Wald bei. In Notzeiten dienten die Eicheln zur Herstellung von Kaffeeersatz und Mehl. Eichenrinde ist ein natürliches und ungiftiges Mittel zum Gerben von Leder.

Forscherauftrag für Kinder: Geht doch mal auf Entdeckungsreise an Eichenblättern: Dort könnt Ihr seltsame Kugeln, die Eichengallen finden. Aus ihnen kann man Tinte herstellen.

Die Friedenseiche in Hohenberg an der Abzweigung nach Fischern ist eine ehrfürchtige Erscheinung, die bereits Jahrhunderte überdauert und erlebt hat.

Durch ihre tiefreichende Pfahlwurzel erreicht die Eiche in trockenen Sommern tieferliegende Bodenschichten und somit gut an den Klimawandel angepasst.